Schach-Strategien

Schach-Strategien

Wer ein Schachgroßmeister werden möchte, muss viel trainieren. Das geht einerseits durch das stetige Üben, andererseits aber auch durch das Erlernen bestimmter Spielstrategien. Schach ist ein höchst strategisches Spiel und jeder Spieler, der das Spiel etwas ernsthafter betreiben möchte, befasst sich früher oder später mit den Strategien. Wenn du selbst zum Ziel hast, dein Spiel zu verbessern und vielleicht sogar bei einem der vielen Schach-Turniere weltweit teilnehmen möchtest, dann solltest du dich mit den verschiedenen Strategien vertraut machen.

Einsteigertipps für Anfänger

Als Schach-Anfänger kann man schnell Fortschritte machen, wenn man sich mit den gängigsten Grundregeln befasst, die jeder Schachspieler kennen sollte. Eine Regel ist zum Beispiel, jede Figur zu Beginn des Spiels nur einmal zu ziehen, da jede Figur am Spiel teilhaben möchte. Für die Eröffnung selbst gibt es keine perfekte Eröffnung, da sind verschiedene Varianten denkbar. Dennoch gibt es einige Tipps für Einsteiger, mit denen sich unnötige Fehler verhindern lassen. Eine weitere Regel ist, wenige Bauernzüge zu machen. Diese machen sich nämlich angreifbarer, je weiter sie nach vorn rücken. Man sollte dabei außerdem immer beachten, dass es sinnvoll ist, die Figuren zu entwickeln. Für Anfänger gilt deshalb zum Beispiel, e4 und d4 als Bauernzüge für weiß zu wählen.

Es empfiehlt sich außerdem, die Rochade möglichst früh zu machen. Der König ist leicht angreifbar, da er in der Mitte ist und die mittig stehenden Bauern oft nach vorn bewegt werden, denn sie müssen den anderen Figuren schließlich Platz machen. Dein Ziel ist es deshalb, deinen König immer in Sicherheit zu bringen.

Ein weiterer Spruch lautet, dass der Springer am Rand dem Spieler ,,Kummer und Schand” bringt. Was das bedeutet, ist ziemlich klar: Am Rand hat der Springer vergleichsweise wenig Möglichkeiten. Mindestens 5 Zugmöglichkeiten sollte er dagegen bestenfalls haben.

Für die Dame gilt, dass man diese nicht zu früh ins Spiel bringen sollte. Sie ist neben dem König beim Schach die wichtigste Figur. Sie sollte nie zu leicht angreifbar sein und sich im Hintergrund aufhalten. Andernfalls muss man die Dame ständig in Sicherheit bringen, was wertvolle Züge und Zeit kostet.

Idioten- und Schäfermatt

Ebenfalls ein Begriff sollte dir das ,,Idiotenmatt” sein, das du unbedingt verhindern möchtest. Läuft es schlecht, dann kann ein Spiel in nur drei Zügen beendet werden. Darauf sollte man niemals hereinfallen, deshalb sollte man darauf gefasst sein, obgleich es in der Tat unwahrscheinlich ist, darauf reinzufallen. Neben dem Idiotenmatt gibt es außerdem das ,,Schäfermatt”. Während das Idiotenmatt eher unwahrscheinlich ist, findet sich das Schäfermatt besonders unter Anfängern öfter. Deshalb solltest du einerseits darauf vorbereitet sein, andererseits kannst du den Trick vielleicht auch für dich nutzen, wenn du gegen einen Anfänger spielst und dir einen kleinen Scherz erlauben möchtest.

Erfahrung macht den Großmeister

Wir haben es schon zu Beginn dieses Artikels erwähnt, aber dieser Punkt verdient noch einmal eine gesonderte Erwähnung: Natürlich gehört zum erfolgreichen Spiel das Erlernen der verschiedenen Schach-Strategien, aber: Übung ist mindestens genauso wichtig, denn theoretisches Wissen genügt nicht. Die Fähigkeiten verbessern sich vor allem durch häufiges spielen, gern auch gegen einen stärkeren Gegner, von dem man sich noch den ein oder anderen Spielzug abschauen kann. Wer keinen Gegner hat, der kann zum Beispiel auf Apps zurückgreifen, da kann man dann entweder gegen den Computer oder andere Online-Nutzer spielen.